Bauchwandbrüche

 

Zu den Bauchwandbrüchen gehört neben dem Leistenbruch, dem Nabelbruch und dem Bruch im Bereich der Mittellinie des Oberbauches (epigastrische Hernie) auch der Narbenbruch. Dieser ist gekennzeichnet, ebenso wie die anderen Brüche, durch das Auftreten einer Bruchgeschwulst im Bereich einer ehemaligen Operationsnarbe.

In dieser Bruchgeschwulst können sich u. a. auch Eingeweide verlagern bzw. kann es zu einem Einklemmen derselben mit lebensgefährlichen Komplikationen (u. a. Darmverschluss) kommen. Narbenbrüche kommen in ca. 10 bis 15 Prozent der Fälle nach Bauchoperationen vor.

Im Prinzip sollte jeder Narbenbruch, sofern kein gewichtiger Grund dagegen spricht, operativ versorgt werden. Die Operationstechnik besteht bei uns in der Einpflanzung eines sehr leichtgewichtigen Kunststoffnetzes unter die tragende Bindegewebsschicht der Bauchdecke. Mit dieser Technik lässt sich die Rate erneuter Brüche auf unter 10 Prozent reduzieren. Durch das dauerhafte Tragen von Bauchbinden oder Bruchbändern lassen sich Narbenbrüche weder verhindern noch heilen.

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