Divertikulose – Divertikulitis des Dickdarms

 

Divertikel sind kleine Schleimhautausstülpungen im Bereich der Darmwand. Bei mehr als 50 Prozent der über 50-Jährigen finden sich diese Divertikel vorwiegend im unteren Dickdarm (Krummdarm = Sigma). In diesen Divertikeln kann sich Stuhl festsetzen und zu Entzündungen dieser Divertikel führen (Divertikulitis).

Diese Entzündung kann zu heftigen Schmerzen im Bereich des linken Unterbauches führen verbunden mit Fieberschüben. Komplikationen in Form einer lokalisierten Bauchfellentzündung, Eiteransammlung (Abszess) im Bauchraum sowie „Platzen“ (Perforation) dieser Divertikel mit einer generalisierten Bauchfellentzündung, Blutung bzw. Darmeinengung bis hin zum Darmverschluss (Ileus) können die Folge sein.

Oft kann die Therapie zunächst konservativ erfolgen, d. h. mit Diät, Infusion bzw. Antibiotikagabe. Im Falle einer ausgedehnten Bauchfellentzündung bzw. einer Divertikelperforation ist eine notfallmäßige Operation unumgänglich. Hierbei kann u. a. auch die zeitweilige Anlage eines künstlichen Darmausganges notwendig sein.

Sollte es nach Abklingen dieser Entzündung zu erneuten Krankheitsschüben bzw. zu einer Darmeinengung (Stenose) kommen, wird die operative Entfernung dieses erkrankten Darmabschnittes empfohlen. In der Regel ist bei dieser Operation die Anlage eines künstlichen Darmausganges nicht notwendig.

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