Verengung der hirnversorgenden Arterien (Carotis)

 

In Deutschland werden jährlich 15.000 Patienten wegen eines Schlaganfalles stationär behandelt. 35 % der Schlaganfälle werden durch Verschlüsse oder Verengungen der Halsschlagadern (Carotis) hervorgerufen.

Bei einer Verengung der Halsschlagader besteht die Gefahr eines Schlaganfalles durch entweder Verschleppung des sich dort ablagernden arteriosklerotischen Materials ins Gehirn oder durch einen kompletten Verschluss der Schlagader. Wird Plaque abgerissen und ins Gehirn verschleppt, führt dies zu einem Verschluss wichtiger Hirnarterien und kann einen bleibenden Schaden hinterlassen.

Verengungen der Halsschlagadern werden meistens durch Routineuntersuchungen festgestellt. Die Diagnose wird zuweilen auch aufgrund von Vorboten eines Schlaganfalles gestellt. Vorboten können eine vorrübergehende Kraftminderung eines Armes oder Beines sein, aber auch Sprach- oder Sehstörungen.

Überschreitet die Gefäßenge 70 Prozent des Querdurchmessers des Gefäßes, sollte eine Operation vorgenommen werden. Hierbei wird zur Wiederherstellung der normalen Blutflußverhältnisse die innere Wandschicht des Gefäßes ausgeschält. Die Operation hat einen rein vorbeugenden Charakter.

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