Vergrößerung der Schilddrüse (Struma)

 

Die häufigste Erkrankung der Schilddrüse ist die Kropfbildung (Struma). Hervorgerufen wird diese durch eine Vergrößerung des Organs aufgrund von Jodmangel bzw. der Bildung von Gewebeknoten und Zysten, welche mit einer Fehlfunktion der Schilddrüsenhormonproduktion einhergeht.

Eine seltene Ursache sind generalisierte Entzündungen wie z. B. die Basedow Krankheit. Ob eine Schilddrüsenvergrößerung operativ behandelt werden muss, ergibt sich aus der Auswertung einzelner Untersuchungsbefunde wie z. B. die der Sonographie (Ultraschall), der Szintigraphie (nuklear-medizinische Funktionsuntersuchung) und der laborchemischen Untersuchungen sowie der Beschwerden des Patienten. Ebenso hängt das Ausmaß der Operation (Teil- bzw. Totalentfernung der Schilddrüse) von den Untersuchungsergebnissen ab.

Während der Operation werden regelhaft die Stimmnerven sowie die Nebenschilddrüsen dargestellt und geschont. Zweifelhafte Befunde während der Operation können mittels Schnellschnittuntersuchung (Mikroskopie) geklärt werden.

Oft ist nach dem Eingriff eine jahrelange bis lebenslange Medikamenteneinnahme erforderlich zum Ausgleich der fehlenden Hormone bzw. zum Schutz vor einer erneuten Organvergrößerung (Rezidivprophylaxe).

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