Bradykardie (Zu langsamer Herzschlag)

 

Zur Behandlung:

Bei sehr langsamer Herzschlagfolge mit Beschwerden (z. B. Bewußtlosigkeit, Herzinsuffizienz) sowie bei Unterbrechung der Erregungsleitung zwischen Herzvorhof und Herzkammern ist die Einpflanzung eines Schrittmachers notwendig. Diese Geräte sind künstliche Impulsgeber für das Herz und übernehmen diese Funktion automatisch, wenn der natürliche Impulsreiz ausfällt. Die modernen Geräte können sogar die Impulsfrequenz nach Bedarf verändern. Bei Anstrengung wird sie erhöht und in Ruhe wieder gesenkt. Ein Schrittmacher schränkt Sie bei Ihren täglichen Aktivitäten nicht ein. Bestimmte Regeln müssen Sie aber dennoch einhalten, um die Funktion des Gerätes nicht zu stören und sich selbst nicht zu gefährden:

  • Tragen Sie immer und überall Ihren Schrittmacherpaß bei sich.
  • Halten Sie bei der Benutzung von Handys oder schnurlosen Telefonen einen Abstand von 15 cm zum Schrittmacheraggregat ein.
  • Zeigen Sie diesen Paß am Flughafen vor, damit Sie manuell abgetastet werden und nicht durch das elektronische Tor gehen müssen oder mit elektronischen Handgeräten durchsucht werden.
  • Lassen Sie den Schrittmacher alle sechs Monate beim Kardiologen (Spezialist für Herzerkrankungen) überprüfen.  
  • Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn die Haut über dem Schrittmacher gerötet ist oder Sie andere Zeichen einer beginnenden Infektion bemerken.

 

Cardiale Resynchronisationstherapie

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz und einer bestimmten Störung im EKG (Linksschenkelblock) können spezielle Schrittmachersysteme unter bestimmten Voraussetzungen zu einer spürbaren Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit führen.