Chronisch obstruktive Lungenerkrankung / Chronische Bronchitis (COPD)

 

Chronische Bronchitis ist eine nicht voll zurückbildungsfähige meist voranschreitende Atemflußeinschränkung, welche auf eine abnorme Entzündungsreaktion und den daraus resultierenden Lungenschädigungen mit Lungengewebezerstörung, vermehrter Schleimproduktion und Atemwegs­verengung, zurückzuführen ist und durch schädliche Partikel und Gase wie Umweltverschmutzung und Rauchen hervorgerufen wird.

 

Leitmerkmale der COPD sind Husten, Auswurf, Belastungsluftnot, vorhandene Risikofakto­ren (Rauchen, erbliche Belastung, überempfindliches Bronchialsystem, häufige Infekte...).

Durch eine vom Lungenfacharzt durchgeführte Lungenfunktionsprüfung und durch eine genaue Erfassung der Krankheitssymptome und der vorhandenen Risikofaktoren kann die chronisch obstruktive Lungenerkrankung diagnostiziert werden.

In Abhängigkeit von dem Symptomen und dem Ergebnis der Lungenfunktionsprüfung werden die Schweregrade 0 - IV unterschieden. Jeder Patient mit COPD kann je nach aktueller Ausprägung seiner Erkrankung einem Schweregrad zugeordnet werden.


Zur Behandlung:

Vermeidung der Risikofaktoren. Zusätzlich bei Schweregrad I werden kurzwirksame inhalative Medikamente (β2-Mimetika) empfohlen. Bei Schweregrad II werden ein oder zwei verschiedene langwirksame atemwegserweiternde inhalative Medikamente zusätzlich empfohlen. Im Stadium III wird die Therapie durch inhalative Cortisonpräparate ergänzt. Im Stadium IV ist eine zusätzliche Sauerstofftherapie zu empfehlen.

Zusammenfassung: Die COPD ist z. Z. die sechsthäufigste Todesursache weltweit. Im Jahre 2020 wird sie bei der augenblicklichen Entwicklung auf Platz 3 der Todesursachen liegen. Um die Folgen der Erkrankung zu vermeiden ist eine frühe Diagnose, die Vermeidung von Risikofaktoren und eine dem Schweregrad angepasste Therapie notwendig.