Tumorschmerzen

 

Bei Tumorschmerz unterscheidet man zwischen unterschiedlichen Schmerzarten, hervorgerufen durch verschiedene Lokalisation von Tumoren und ihrer Tochtergeschwülste (Metastasen).

 

  • Knochenschmerzen infolge Knochenmetastasierung oder ursprünglicher Befall des Knochens
  • Neuropathische Schmerzen z. B. durch Reizung von Nerven oder Nervengeflechten
  • Kapseldehnungsschmerz bei Infiltration eines inneren Organes


Zur Behandlung:

Grundsätze der allgemeinen Schmerztherapie nach dem WHO-Stufenplan:

1. Stufe: periphere Wirkung : z. B. Aspirin, Novalgin, Diclofenac

2. Stufe: zentrale Wirkung niedrig potenter Opiate: z. B. Tramal, Valeron, Codein

3. Stufe: zentrale Wirkung hoch potenter Opiate: z. B. Morphin, Fentanyl, auch als Pflaster

Meistens sind Kombinationen der verschiedenen Stufen nötig zur besseren Schmerzbehandlung aufgrund des ergänzenden Effektes.

 

Begleittherapie:

Die Begleittherapie kann abhängig vom Beschwerdebild und der vorherrschenden Schmerzursache in allen Stufen zusätzlich verabreicht werden.

  • Kortisonpräparate: Schmerzlinderung, Entzündungshemmung, Verringerung von Ödemen (-> Hirnödem, Leberkapseldehnungsschmerz, Rückenmarkkompression, Lymphödem)
  • Psychopharmaka: Neuroleptika (z. B. Haldol), Antidepressiva (z. B. Doxepin) (->Veränderung des Schmerzerlebnisses
  • Antikonvulsiva Carbamazepin, Phenytoin (-> neuropathisches, einschiessendes Schmerzsyndrom, meist kombiniert mit Antidepressiva)
  • Bisphosphonate (Pamidronat, Clodronat) (->Knochenmetastasen, Verhinderung des Knochenabbaus)
  • Bestrahlung: Schmerzreduktion bei knöchernen Tochtergeschwülsten, Verringerung des Risikos von Knochenbrüchen
  • Peridualkathether: nur bei nicht ausreichender Wirksamkeit der üblichen Medikamente.